2011 Winterlandschaft mit Nescafé #2

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Winterlandschaft mit Nescafé #2

Tanz-Installation, Ein Solo im Kontext der Reihe „I see U“
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IPtanz „Winterlandschaft mit Nescafé #2“ Ein Solo im Kontext der Reihe „I see U“
Eine Frau im Inneren eines transparenten Würfels, im Spannungsraum zwischen Preisgabe und Rückzug, Objekt und Mensch. In Ilona Pászthys Solo wird die Bühnenrequisite den Tanz räumlich begrenzen und also zum gleichgewichtigen Mittänzer. Das Bühnenobjekt ermöglicht Sichtbarkeit und Verschleierung, ist Vitrine und Kerker zugleich. Denn der Innenraum des Objekts ist von allen Seiten für das Publikum einsehbar. Gegenstand der künstlerischen Fragestellung ist die Intention Privatsphäre auszustellen und zu beobachten, die Frage nach Macht und Machtlosigkeit. So gerät der Akt des gegenseitigen Beobachtens zur Auseinandersetzung mit Schlagworten wie Freiheit, Enge, Erträglichkeit, Geborgenheit, Leben.Choreografie, Regie und Tanz Ilona PászthyMusik Marcus GreinerCoaching Britta LieberknechtBühnenbild MiegLKommunikation nützlich + schön
Fotografie ©MEYER ORIGINALS

Eine Frau im Inneren eines transparenten Würfels, im Spannungsraum zwischen Preisgabe und Rückzug,
Objekt und Mensch. Ein Haufen alter Kleider, lose hingeworfen, beginnt zu tanzen. Ein Frau gräbt sich aus
dem Berg der Erinnerungen und zieht sich an und dann zurück in die Geborgenheit des Nestes.
Ausgehend von ganz privaten Erinnerungsmomenten fragt die Tanzperformance nach dem Ursprung und dem
letztendlichen Wesen von Identität, schält den nackten Kern heraus, fragmentiert den psychischen und physischen
Körper bis ins rein Abstrakte, Fleischliche.
In Ilona Pászthys Solo begrenzt die Bühnenrequisite den Tanz räumlich so sehr, dass sie zum gleichgewichtigen
Mittänzer wird. Das Bühnenobjekt von MiegL – ein mit durchsichtiger dunkler Folie umwickelter Kubus –
ermöglicht Sichtbarkeit und Verschleierung, ist Vitrine und Kerker zugleich, gibt den Blick frei auf das Objekt
darin, das wiederum selbst auch Beobachter ist – ihrer selbst, ihrer Erinnerungen, ihres Körpers, ihrer Beobachter.
Gegenstand der künstlerischen Fragestellung ist die Intention Privatsphäre auszustellen und zu beobachten, ist die
Frage nach Macht und Machtlosigkeit. Publikum und Tänzerin sind zugleich menschlich und dinghaft.
So gerät der Akt des Beobachtens zur Auseinandersetzung mit Themen wie Freiheit, Enge, Erträglichkeit,
Geborgenheit, Leben.
Die Neugier hat den Menschen zu allen Zeiten dazu verleitet, in das Leben anderer hineinschauen zu wollen.
Heute ist durch Medien und virtuelle Systeme der Zugang so leicht wie nie zuvor. Doch was interessiert uns
eigentlich an diesem anderen Leben, an dem Blick hinter die Kulissen eines anderen Seins.
Und was ist authentisch und was ist inszeniert? Was bedeutet Realität?
Presse: „Abgedrängt in die Rolle des Voyeurs, der Intimität vorgesetzt bekommt, ob er will oder nicht, verflüchtigt
sich jeder Gedanke an die Macht des Beobachters.(…) Diese kleine, pointierte Inszenierung (…)
erzeugt eine beklemmende Atmosphäre. Eine konsequente Arbeit (…), die intensiv nachwirkt.“
(Thomas Linden, Kölnische Rundschau, 28. Juni 2011)
„Winterlandschaft mit Nescafé # 2 ist eine gelungene Soloperformance von Ilona Pászthy, in der sie schonungslos
die Schutzlosigkeit einer Frau ausstellt, weit von Rührseligkeit entfernt.“ (Christina-Maria Purkert, akt 30, Februar 2012)

 

 

en_us Winterlandscape with Nescafé #2

A Solo in the context of the sequence „I see U“
Length: 45 minutes
A woman inside a transparent cube, in the area of conflict between disclosure and retreat, object and human
beeing. A bunch of old clothes, easily thrown, starts dancing. A woman diggs from a mountain of memories,
dresses herself and moves back into the security of the nest. Starting from quite private moments of memory
this dance performance asks for the origin and the ultimate essence of identity, peels off the bare basic message,
gets out the naked core, fragments the psychical and physical body up to the purely abstract, carnal moment.
In Ilona Pászthy´s solo the stage object (made by MiegL) limits the dance spaciially so much, that it becomes
an equitable partner.
– a cube wrapped with transparent dark film – allows visibility and conceilment, It is vitrine and prison at the
same time.  It releases the view on the object inside, which is voyeur itself too,… of herself, of her recollections,
of her body and her observers. The artistic question turns towards the intention of exhibiting and observing
privacy, it deals with the question about power and powerlessness. Audience and dancer are human and tangible
simultaneously. Thus the act of observing moves to the contention about topics like freedom, tolerability,
narrowness, security, life.
In any time curiosity has tempted people to glance into other peoples life. Nowadays media and virtual systems offer
an easy access like never before. But what attracts us so much to look behind other peoples curtain?
press
„The big black cube appears mysteriously, its outer skin shines like varnish. The audience reflects in it and will be
more often thrown back on itself during the piece. (…) Being relegated to the role of the voyeur, who gets intimacy,
whether he likes it or not, it evaporates any idea of the power of the observer. Here the young woman has the power
to exhibit as it suits her. (…) This small staging (…) creates an oppressive atmosphere. A consistent work (…),
that lasts intensively.“
Thomas Linden, Cologne Rundschau, 28 June 2011
„Winter Landscape with Nescafé # 2 is a skillful solo performance by Ilona Pászthy in which she relentlessly issues
the vulnerability of a woman, far apart from sentimentality.“
Christina-Maria Purkert, akt 30, February 2012
choreografie, performance:
Ilona Pászthy
musik:
Marcus Greiner
coaching:
Britta Lieberknecht
stage design:
miegL
light desing:
Wolfgang Pütz
communication:
nützlich + schön
supported by:
Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen in cooperation with Barnes Crossing and the Orkesztika Foundation Budapest

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