2015 silence

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silence

eine 12 Stunden Slowmotion-Performance im öffentlichen Raum zum Thema Gewalt
Die Choreografin Ilona Pászthy und ihre Crew (6 Tänzer) gehen im Sommer 2015
an 3 Tagen, jeweils 12 Stunden, mit einem Non-Stop-Slowmotion Parcourlauf
in das Kölner Stadtgebiet.

 

zum Trailer

 

Einen besonderen Themenschwerpunkt bildet bei dieser Performance u.a. der Komplex
„Aggression“
. Der Körper wird zum Schauplatz für Konflikt, Widerstand und Angriff.
Durch die Entzerrung und extreme Verlangsamung der Bewegungsabläufe in der Begegnung
mit dem Menschen auf der Straße werden Zusammenhänge, Ursache und Wirkung in einen
neuen Kontext gestellt. Gleichzeitig dringen die Körperbilder langsam und stetig in den
Lebensraum ein und konfrontieren den Zuschauer ungefragt. Ein Umstand, der stets der
Begleiter von Gewalt ist. Insbesondere vor dem Hintergrund kriegerischer Handlungen
(1. Weltkrieg vor 100 Jahren/Ukraine/Irak/Syrien…) verdient dieser Aspekt unseres
Lebens eine größere Aufmerksamkeit.
Der künstlerische Prozess setzt sich mit Fragen auseinander, wie: Wird Gewalt/Aggression
nicht mehr mittelbar spürbar wenn sie nur langsam genug in das Leben eingedrungen ist?
Wie nutzen politische Systeme die Gewöhnung an Gewalt und Aggressionen. Ist sie für den
Menschen noch spürbar wenn sie nur langsam genug eingeführt wurde? Heilt die Zeit die
Wunden oder gewöhnen wir uns im Laufe der Zeit nur an diese? Was macht die Performance
mit den Menschen auf der Straße, die zufällige Beobachter werden?
Presse
„Es blieb: das Bild einer augenpeinigenden, reklame-verseuchten Shoppingzone mit hastigen
Fußgängern und schlendernden Konsumenten und einigen, die stehenblieben, weil plötzlich
etwas anders war in der Kölner Schildergasse, nämlich drei ganz langsame Menschen. (…)
wiederholten Szenen, die an Machtmissbrauch oder Gewalt erinnern, ohne je eindeutig oder
dramatisch zu werden. Immerzu vorwärts schritten sie, nie zurück, wie die Geschichte.
Die Kölner Choreografin Ilona Pászthy hatte diese eindringliche stundenlange Performance
arrangiert (…).“ (Melanie Suchy, Stadtrevue, Oktober 2015)
„Ein künstlerischer Eingriff in die Gesellschaft der besonderen Art: denn selbst das Getöse und
Stimmengewirr der Menschen schien sich angesichts der sich unbeirrt vorwärts-bewegenden
Tänzerinnen und Tänzer scheinbar in eine dumpfe Soundcollage zu verwandeln, wie wir sie sonst
nur aus Spezialeffekten des Kinos kennen.
(Nachkritik IPtanz 2015, Klaus Dilger, TANZweb Krefeld)

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duration: flexible  1 – 12 hours, 4-7 performers, stage: public space
This performance focusses especially on „agression“. The body becomes the arena for conflicts,
attac and resistance.. The meeting of performers and people on the street moves towards a new
context by unsing extremely slowed down movements.  Cause and effect gets new dimensions.
At the same moment the body images penetrate the living space slow and steady. A fact that
always is a companion of violence,  especially against hte background of acts of war this aspect
needs our sensitive attention.
Do we get rid of the ability of sensing violence, if it just arises slow enough into our daily life?
How do political systems use the habituation around violence and aggression? Does time heal
wounds or do we just get used to them?  How does this performance touch people, who become
observer by chance?
press:
„What remains, is an image of a eye-tortouring, advertisements contaminated shopping zone,
crowded by rushing pedestrians and strolling consuments, and some, who stop, because suddenly
something different happens in Cologne´s Schildergasse, suddenly there are 3 people, who are
extremely slow…A repetition of scenes reminding on abus of power or violence, without ever
getting too explicit oder dramatic.  Icessantly forward they were walking, never back, just like
history. The Cologne choreographer Ilona Pászthy arranged this forceful touching, hours lasting
performance. (Stadtrevue, M. Suchy / October 2015)
choreography:
Ilona Pászthy
dramaturgy:
Judith Ouwens
performer:
Jelena Pietjou, Hannah Platzer, Silvia Ehnis, Anders Jensen, Katharina Sim,
Sebastian Krekow, lona Pászthy
stage design:
miegL
musik:
Zsolt Várga
costumes:
IPtanz
supported by:
NRW Landesbüro freie Kultur Dortmund, Kulturamt der Stadt Köln

 

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